Verein

Porträt Reitverein Chur

Der Reitverein Chur wurde kurz nach dem ersten Weltkrieg im Jahre 1924 gegründet. Wie praktisch alle in dieser Zeit gegründeten Reitvereine übte er vorwiegend die Funktion eines Kavallerievereines aus um den Dragonern die Gelegenheit zu ausserdienstlicher Tätigkeiten zu bieten. Kurz «Ertüchtigung von Pferd und Soldat», wie es in den Statuten von damals zu lesen ist.

Von Anfang an wurden Springkonkurrenzen für Gefreite und Soldaten, sowie Unteroffiziere durchgeführt. Mit dem Beitritt im Jahre 1933 zum Schweizerischen Pferdesportverband wurden die Veranstaltungen dann aber auch für Inhaber der schweizerischen Herrenreiterlizenz geöffnet. Bis ins Jahr 1934 fanden diese Konkurrenzen auf der Turnerwiese statt. Doch schon bald wurde der Platz zu klein, vor allem für das Vorbereiten der Pferde auf die immer anspruchsvolleren Parcours. Einige Austragungen fanden danach auf der Quaderwiese statt. Doch auch dieser Standort war nicht befriedigend. Ab den vierziger Jahren konnten die Prüfungen auf dem Churer Rossboden ausgetragen werden. Es wurden hauptsächlich – und Fahrprüfungen durchgeführt. Mit Hilfe des Militärs wurden auf dem Rossboden feste Geländehindernisse erstellt, damit das ganze Jahr hindurch regelmässig Geländeprüfungen und grössere Jagden geritten werden konnten. Der Churer Rossboden blieb bis ins 2009 Austragungsort der Springkonkurrenz des Reitvereins Chur. Seither organisiert der Reitverein Chur zusammen mit dem Reitverein Falkenstein Chur die Pferdesporttage Chur im Hallenstadion mit grossem Erfolg. Durch beide Reitvereine wurden verschiedene Investitionen getätigt, damit die Veranstaltung den hohen Ansprüchen von Pferd und Reiter entspricht.

Leider verzeichnete der Reitverein Chur in den 50er Jahren einen starken Mitgliederrückgang. So stand denn auch auf der Traktandenliste der Hauptversammlung vom 3. März 1958 unter anderem «Auflösung des Vereins». Doch bereits 6 Jahre später erwachte der Reitverein mit einer erstaunlichen Mitgliederzahl von über 120 zu neuem Leben. Die Zivilreiterei nahm zu und die sportliche Betätigung mit dem Pferd wurde immer grösser. Am 3. März 1974 konnte auf der Oberen Au das Reitsportzentrum St. Georg eröffnet werden, wo seither dank der dort beherbergten Reitschule der reiterliche Nachwuchs gefördert wird. Heute steht die Freizeitreiterei neben dem Springsport im Vordergrund. Der Verein besteht aus einer stattlichen Anzahl von Aktiv-, Passiv- und Ehrenmitgliedern und erfreulicherweise auch einigen Junioren.

Im Zeichen der Jugendförderung organisierte der Reitverein im Juni 2013 bereits das 3. Mal den «Tag der Jugend»; es wurden Dressurprüfungen für Kinder zwischen 4 bis 18 Jahre durchgeführt. Der Reitverein Chur wird sich auch in Zukunft mit viel Engagement dem Pferdesport aller Art in der Region Chur widmen und möchte sich an dieser Stelle bereits jetzt bei allen daran Beteiligten herzlich bedanken.